Autor: admin

Ich bin auf dem Weg zurück nach Berlin …

Ein Wochende was sich angefühlt hat wie zwei Wochen …

Ein Seminar, bei dem ich immer wieder neu entschieden habe zu bleiben, entgegen all meiner Fluchtimpulse. Und das war gut so.
Und wo in den allerletzten Stunden ich anfing zu verstehen …

Ich erlaube mir meine alten Geschichten hinter mir zu lassen.
Nicht immer wieder auszugraben, mich nicht mehr darüber zu definieren. 
Die letzten 2 Wochen bin ich zurück gegangen in alte Traumatisierungen, in schlimmer Erinnerungen, in Verletzungen und Entwürdigungen. 
Und : es ist vorbei. Es ist einfach vorbei. Ich habe nochmal hingeschaut und ich kann sagen: das bin ich nicht mehr. Und: das bin ich schon lange nicht mehr. Ich hatte es nur nicht bemerkt. 
In mir ist Leben. Es ist nur noch so ungewohnt und es hat mir Angst gemacht. Es hat sich angefühlt wie ein Verrat.  ein Verlassen. 
Es war nicht nur einfacher mich über das Alte zu definieren, in allen Hinsichten,. es war auch ein alter Versuch eine Verbindung zu bewahren.

Und: Visionen und Trancezustände.
Die Dunkelheit bringt mich in andere Welten.
Ich bin in der Nacht nahlos von einer Realität in die andere geglitten. Und nein, ich habe nicht im Stehen und Laufen geschlafen und geträumt.

Ich komme nicht zurecht

Kann seit Tagen nicht schlafen.

Flashbacks. Ängste. Panikattacken.

Ich fühle mich fremd in meinem Leben.
Ich kann einfach nicht mehr. Es wird nicht besser. Never ever.

Ich bin mir eine Fremde, meiner Kleinen Anne in mir keine Hilfe. Ich liebe und werde nicht geliebt. Es ist ein loop ohne Ausgang.

Etwas in mir schmerzt so sehr.
Ich kann nicht mehr. Ich kann nicht mehr. Ich kann nicht mehr.
Habe so eine Angst. Dich zu verlieren.  Und: es passiert etwas in mir was ich nicht verstehe, ich komme nicht zur Ruhe. Seit gestern raste ich total aus. Unkontrollierte Angst.
Ich brauche ein Lebenszeichen.

War heute Abend in Potsdam und habe mir mit Pascale das Stück „Extra Life“ angeschaut.

Ich frage mich wie jemand ohne Traumahintergrund das Stück verstehen kann und frage mich wie Menschen mit Traumahintergrund es aushalten. Ich habe irgendwann angefangen zu weinen und bis jetzt nicht aufgehört. War die ganze Zeit so angespannt und habe kaum atmen können … Voll rein.

Fuck.

P. neben mir ist in den totalen freeze gegangen, total dissoziiert.

Im Zug zurück nach Berlin: Klaustrophobie. Panikattacke. Hyperventilieren. Weinkrampf. Das ganze Programm.

Nach Hause zu meinen Tieren und Nali geht es nicht gut.

Möchte auf mich aufpassen jetzt, und auf meine Lieben. Gut für uns sorgen.

Heute. Traurig. Haltung.

Gestern fühlte ich mich das erste Mal seit Ende November wieder “normal”.
Und sah auf einmal, dass ich seit fast einem halben Jahr nicht mehr gearbeitet habe, meine Ablage voll mit monate-altem Zeug ist, meine Wohnung nicht wirklich geputzt ist, ich nur das Allernotwendigste erledigt habe  … dass ich mich nicht um mich gekümmert habe, 90 Prozent der Zeit in einem dissoziativen Zustand war, mein Hirn in Dauerstress … 

Gestern ging es mir gut.
Und dann habe ich die letzte Nacht kaum geschlafen. Und meine Gedanken gingen irgendwohin wo sich mein gebrochenes Herz befindet und heute ist mir zum weinen und spüre ich diese dunkle Verzweiflung, diese Einsmakeit, dieses Verlassenwordensein wieder …
Ich muss mich zwingen zu atmen, hier bei mir zu bleiben, nicht denken an eine Person, weg da mit den Gedanken  … ich werde heute schlafen und gut essen und auf mich aufpassen und wohl auch weinen, wieder … Es ist nicht vorbei.

Meine to do Liste ist meterlang.
Ich habe zwei Stunden geschlafen. Schlecht geschlafen.
Mein Kopf ist voller sollte und müsste.
Dabei möchte ich nur rumsitzen. Lesen. Vielleicht ein bisschen schreiben. Vor allem nichts sollen.
Mein challenge heute: loslassen was ich mir vorgenommen hatte (und vorauf ich mich sogar gefreut hatte), akzeptieren, dass ich müde bin und traurig. Und dass ich Ruhe brauche und ganz viel Liebe zu mir.
Und, dass es wirklich wirklich scheisse war die letzten Monate und dass es ok ist, Schweissausbrüche vor Stress zu bekommen, wenn ich daran zurück denke. Und, dass es ok ist und verstänldich, dass ich Angst habe wieder da rein zu fallen. Und, dass ich wirklich wirklich wirklich wünschen darf, dass ich mich mal freue oder vielleicht sogar mal wirklich krass positiv überrascht werde. Also, nicht nur, dass eine Befürchtung nicht eintritt, sondern, dass mir etwas Tolles passiert was mich total krass schön überrascht 
Ich weiss gar nicht mehr wie so etwas sein könnte … wie sich das anfühlen könnte.
Puh. 

Und vielleicht ist es meine innere Haltung von Angst und Befürchtung und nicht mehr glauben, die vehindert, dass das passiert was ich mir wünsche … in so vielen Hinsichten.
Wie geht Freude? Wie geht davon ausgehen, dass es gut wird? Wie geht glauben, dass es schon gut ist?

Zeit

Wie viel Zeit habe ich auf einmal, wenn ich aufhöre Sachen zu tun, die ich nicht tun möchte, und doch tue, weil ich jemand anderem irgendwie gefallen möchte oder, warum auch immer, einen Gefallen tun möchte?

Wenn ich damit aufhöre, also aufhöre in eine imaginäre Gefühlsbank einzuzahlen, wenn ich aufhöre etwas zu geben, was ich nicht geben möchte, und nur gebe aus schlechtem Gewissen, aus Angst selbst nicht gehört zu werden, als Vorschuss auf mein eigenes eventuelles Brauchen in der Zukunft, wenn ich damit aufhöre, … dann nehme ich mir mein Leben zurück.

Heute…

… geht es mir gut.


Der Tag war anstrengend. Und gut.
Ausgesprochen was mich schon seit Jahren so krass stresst …
Und dann nach Luckenwalde gefahren, zu dem „Tell them they said No“ Festival … an einem workshop mitgemacht und auch noch in die alte, für das Festival reaktivierte Sauna gegangen …
Das hat gut getan.

So müde.
Und ich bin ok.
Und anders.
Ich bin ein Andere.
Ich bin ich.

Gestern Abend habe ich bemerkt, dass ich das erste Mal seit Jahren (!!!) Pläne und Ideen für die Zukunft habe und … Lust auf Neues erleben und ausprobieren.
Ich kann mir sogar vorstellen, irgendwie, irgendwo eine neue Kunstpraxis zu entwickeln.

Etwas in mir hat sich fundamental verschoben, teils neu arrangiert und teils noch dabei sich zu finden, neu zu finden … und Altes abzutransportieren …

Ich habe Lust auf Leben.

und dann kommt die Traurigkeit …

… die Nächte sind ein Horror.
Die Alpträume schwer auszuhalten. Morgens wach werden, schweißgebadet, aufstehen müssen, dann das Einschlafen wird dann zum absoluten brain fuck … was mein Hirn in diesem Morgenschlaf produziert ist Gift.
Werde ich je wieder neben einem wirklich tief geliebten Menschen morgens wach werden, ein Mansch, den ich anfassen mag, der mich anfassen mag, eine Frau, die ich liebe und die mich liebt?
Werde ich je mich spüren, unabhängig sein und dabei auch einen Menschen an meiner Seite spüren mit dem ich eine Liebesbeziehung habe, eine Verbindung, eine Tiefe … ?
Ich habe so Herzschmerzen, so eine Sehnsucht …
Und dieses wach werden immer wieder, alleine, wissend, dass die Frau, die ich liebe, nicht so in meinem Leben sein möchte, es tut immer wieder weh.
Und, es ist so.
Und, ich lerne immer mehr mich zu lieben und einen Weg zu finden diese Liebe zu mir nicht kaputt zu machen aus Schmerz und auch die Liebe zu Dir zu schützen und zu nehmen für das was sie ist.
Und, ja, es tut weh, immer wieder.

der Tag danach

letzte Nacht kaum schlafen können, ein Schmerz der so tief sitzt, der mich mein Leben lang begleitet hat, immer so im Hintergrund … der gestern an die Oberfläche geschossen ist, unerwartet, unvermittelt, mit einer Explosionskraft die mir bisher nicht begegnet ist. Ich weiss jetzt was ich nicht fühlen durfte / konnte / wagte … all die Jahre meiner Kindheit und Jugend. Diese Sehnsucht nach Liebe und Nähe und Gesehen werden, die nicht gestillt wurde. Die Abweisungen, Zurechtweisungen, dad nicht gesehen werden, das nicht geliebt werden, das benutzt werden, die körperlichen Abweisungen, Wegschieben, wegstossen … meine kindliche Sehnsucht nach in den Arm genommen werden, getröstet werden, geliebt werden in meiner Ganzheit, meinem Wesen, meiner Seele, die Sehnsucht die unerfüllt blieb … etwas was nie nie erfüllt wurde und nicht erfüllt werden kann … Gestern kam ALLES hoch und ich bin daran fast vor Schmerz erstickt. 

Heute morgen dann der Versuch zu leben, zu lieben, mich zu lieben.
Den Tag im Sparflammenmodus angefangen, aufgepasst, fasst vor Schmerz zusammen gebrochen, mich aufgerichtet.
Irgendwann an den See gefahren mit Katja, einmal rumgelaufen, Stundenlang, in der prallen Sonne, essen gegangen, kurz geschwommen im kalten See. Versucht bei mir zu bleiben, im Moment, kein Gedanke an Vergangenheit oder Zukunft zugelassen, Handy weggepackt. Gut. Auf mich geachtet. Heute Abend grillen mit Carmen, Jan, Lotte, René und Rick im Garten. Es war nett. Rosé getrunken. Nicht um mich zu betrinken sondern weil ich Lust darauf hatte.
Bin fragil, labil, weich. so weich … und verletzlich und voller Liebe.
Die möchte ich mir behalten.
Die zu mir und meinem Leben, und auch die erwartungslose and Dich, S.